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Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) fordert Helmpflicht für Fahrradfahrer
Es ist mal wieder soweit: Neben Kürzungen im Bundesetat für den Radverkehr brachte der Bundesverkehrsminister Ramsauer in der letzten Woche eine bekannte Variante für weniger Radverkehr ins Spiel: Die Forderung nach einer Helmpflicht für Radfahrer ist gewiss nicht neu und wird auch nicht durch ständiges Wiederholen besser. Herr Ramsauer müsste es eigentlich wissen: Die Einführung einer Helmpflicht würde den Radverkehrsanteil deutlich absenken und an der Unfallstatistik so gut wie nichts verändern und zudem das völlig falsche Signal senden. Radfahren sei gefährlich und man müsse sich deswegen mit einer Styroporschüssel schützen, um schwere Kopfverletzungen bei Unfällen mit dem Autoverkehr zu vermeiden. Ganz abgesehen davon, dass noch nirgendwo der Beweis erbracht wurde, ob ein Fahrradhelm in der Tat bei einem schweren Zusammenprall zwischen Auto und Fahrradfahrer Verletzungen vermeiden kann (vorausgesetzt der Helm sitzt passgenau - bei der Abbildung unten ist das mittlere Bild korrekt - und ist richtig am Kopf befestigt), so fragt sich der geneigte Beobachter, ob hier nicht die falschen Schlüsse aus längst bekannten Problemen gezogen werden. Es ist zunächst einmal sehr viel sinnvoller, für mehr Radverkehr in unseren Städten zu sorgen anstatt für weniger - dies ist aber nur mit einem komfortablen und sicheren Radverkehrsnetz zu bewerkstelligen. Radfahren ist gesund und nicht gefährlich, wenn die Voraussetzungen stimmen. Durch mehr Radverkehr in den Städten wird als willkommener Nebeneffekt die Feinstaubbelastung deutlich reduziert, weil weniger Autos fahren, was wiederum die sogenannten Umweltzonen überflüssig machen würde. Also, Herr Ramsauer: Bevor Sie die nächste Sau durchs Dorf treiben: Vorher den ADFC zu Risiken und Nebenwirkungen fragen!
Die ADFC-Position zum Thema finden Sie hier
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